Home   Kontakt   Termine   Anmeldung   Login  
Weiterbildungsangebote Seminarhaus Bernbruch Beratungsstelle in Leipzig Institutsgeschichte

Institutsgeschichte

Unter dem Einfluss sozialpsychiatrischer Ideen und verschiedener Interaktionsmodelle entwickelten sich in den 80er Jahren in Leipzig Ansätze familienorientierten Arbeitens. Besonders die Ideen und Prinzipien der strukturellen Familientherapie hielten - u.a. vermittelt durch Michael Scholz - Einzug in die Kinder- und Jugendpsychiatrie. Gleich nach der Wende begann eine Gruppe von Ärzten und Psychologen - die späteren Gründungsmitglieder unseres Institutes - bei Peter Nemetschek, Brigitte Lämmle u.a. eine Arbeitsweise kennenzulernen, die vor allem die Praxis von Virginia Satir und Milton H. Erickson integrierte und weiterentwickelte: ressourcenorientiertes Arbeiten mit starken metaphorischen Elementen, wie Skulpturarbeit und Lebensfluss-Modell.
Im Laufe der 90er Jahre bereicherten insbesondere die lösungsorientierten Methoden unser Tun: Systemische Zusammenhänge wahrnehmen, handlungswirksame Lösungsbilder aufbauen und mit vorhandenen Ressourcen verbinden und so Systeme in Fluss bringen.

Aus der Begeisterung für die Familientherapie heraus gründeten 13 Ärzte/innen und Psychologen/innen im Dezember 1991 den Förderkreis Familientherapie e.V.,
1994 ging daraus das Institut für Familientherapie und Systemische Beratung e.V. hervor. Als gemeinnütziger Verein setzt sich das Institut dafür ein, Familientherapie/ Systemisches Arbeiten in der Region Mitteldeutschland zu fördern. Ziel der Institutsarbeit ist die verbesserte Versorgung der Bevölkerung in den Neuen Bundesländern mit Familientherapie/ Systemischer Therapie. Durch Spenden kann die Institutsarbeit unmittelbar gefördert werden.

Die erfolgreiche Aufbauarbeit in den 90er Jahren ist eng verbunden mit der Entwicklungshilfe der Robert Bosch Stiftung und des Instituts Verein zur Förderung der Familientherapie und -Beratung e.V. (VFT) in München, allen voran Peter Nemetschek. Für seine Verdienste bei der Förderung der Familientherapie in den neuen Bundesländern, speziell beim Aufbau unseres Institutes, wurde ihm auf unseren Vorschlag hin im Oktober 1998 die Verdienstmedaille des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland verliehen.

Seminarhaus in Bernbruch

Seit 1995 betreibt das Institut als Zweckbetrieb für seine Veranstaltungen ein eigenes Seminarhaus in Bernbruch (Muldentalkreis). Das Seminarhaus ist Teil eines Bauernhofes etwa 40 Km südöstlich von Leipzig. Es ist ein idealer Ort, um in Gruppen bis zu 18 Personen zu lernen, neue Erfahrungen zu machen und sich wohl zu fühlen.

Das Institut ist Mitglied der Deutschen Gesellschaft für Systemische Therapie und Familientherapie (DGSF) in Köln sowie des Deutschen Paritätischen Wohlfahrtsverbandes - Landesverband Sachsen e.V. und des Paritätischen Bildungswerkes - Landesverband Thüringen e.V..
Die im Juli 1996 eröffnete Beratungsstelle des Instituts in Leipzig engagiert sich als freier Träger der Jugendhilfe auf dem Gebiet der Familientherapie und Familienmediation mit Schwerpunkt Elternpaararbeit.

Im Jahr 2000 war das Institut erstmals Gastgeber der Leipziger Workshoptage, einer dreitägigen praxisorientierten Fachtagung. Damals unter dem Leitthema "Sytemisches Arbeiten im Fluss" – eine Retrospektive auf 10 Jahre Familientherapie in unserer Region – wichtige Einflüsse und Entwicklungen – vertreten durch Referenten wie Bruno Hildenbrand, Brigitte Lämmle, Peter Nemetschek, Michael Scholz, Manfred Vogt-Hillmann. 2002 fanden die Workshoptage unter dem Titel "Systemisches Arbeiten für das Kindeswohl" statt. In Vorträgen, Workshops und Podiumsdiskussion zeigten die Referenten, wie hilfreich die systemische Grundhaltung im gesamten Prozess der Kinder- und Jugendarbeit sein kann. Mit Beiträgen waren u.a. dabei: Marie-Luise Conen, Johannes Herwig-Lempp, Siegfried Willutzki, Gisal Wnuk-Gette. Im September 2004 stand die Leipziger Tagung unter dem Leitthema "Systemisches Arbeiten für die Gesundheit".

2006 veranstaltete das Institut die 6. Wissenschaftliche Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Systemische Therapie und Familientherapie (DGSF).

2010 fanden die 5. Leipziger Workshoptage unter der Überschrift „Seit, vor, rück, Cha Cha Cha – Schrittfolgen der Paartherapie“ wieder im Zeitgeschichtlichen Forum statt. Einzelheiten im Tagungsbericht.

2016 wurde der 25. Geburtstag des FamThera Institutes gemeinsam mit dem 20-jährigen Bestehen der Beratungsstelle in Leipzig gefeiert. Unter dem Motto "... die Schatztruhen öffnen - vom Reichtum systemischen Arbeitens... " fanden die großen Jubiläums-Workshoptage in der Alten Essig-Manufactur in Leipzig statt. Impressionen zur Tagung 2016

Fachliche Exkursionen führten das Instituts-Trainerteam 2001 in die Schweiz zum Psychiatrie-Zentrum Oberwallis in Brig, einer systemisch ausgerichteten Klinik. Achim Möbes, Gründungsmitglied unseres Institutes, war dort als Chefarzt tätig. 2003 ging die Reise zu Eia Asen in London. Er leitet den Marlborough Family Service, ein beispielhaftes Projekt der Multifamilientherapie in einer Tagesklinik. 2005 besuchte das Trainerteam Kollegen in Wien, um sich u.a. über die Anwendungs- und Ausbildungssituation der Systemischen Therapie unter der Bedingung ihrer staatlichen Anerkennung zu informieren.

Die Fahrt in den Elsaß war 2009 mit einem Treffen von vier Familientherapie-Instituten verbunden, die sich in einem Qualitätszirkel über inhaltliche und organisatorische Standards verständigen. Während der Harzreise im April 2011 wurde zu Zukunftsfragen des Instituts in Klausur gegangen - besser gesagt - gewandert.

Dem Institutsvorstand gehören derzeit an: Annett Gehres (Schmölen), Sabine Holdt (Leipzig), Sven Schönfelder (Leipzig), Karsten Vetterlein (Berggießhübel).
Liste der Vereinsvorstände seit 1991
Die Weiterbildungsleitung obliegt Dipl.-Psych. Kathrin Löschner. Die Vereinsgeschäfte führte Dipl.-Psych. Marcus Schönherr von 1991 - 2016. In der Nachfolge obliegt Julia Kirschstein die Verwaltungsleitung.

Gemäß Vereinssatzung (PDF) können Systemische Berater oder Therapeuten (auch in Ausbildung befindliche) Mitglied im Institut werden.

Download FamThera-Chronik 1991 - 2016 (2.758 KB)


diese Seite drucken

Impressum
http://www.opk-info.org
http://www.dgsf.org