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Weiterbildungsangebote Seminarhaus Bernbruch Beratungsstelle in Leipzig Institutsgeschichte

Aufbaukurs Systemische Beratung

Anerkannter Weiterbildungsgang der DGSF – Deutsche Gesellschaft für Systemische Therapie und Familientherapie

Im Aufbaukurs sollen die Inhalte des Grundkurses auf den konkreten Beratungsprozess im psychosozialen Berufsfeld spezifiziert werden. Die Anwendung systemischer Methoden wird bezogen auf den Beratungskontext vertieft und geübt.

TeilnehmerInnnen des Weiterbildungsganges Systemische Beratung müssen einen Hochschul-oder Fachhochschulabschluss im Bereich der Humanwissenschaften oder eine abgeschlossene Berufsausbildung und eine mindestens 3-jährige Berufstätigkeit im psychosozialen oder beraterischen Feld vorlegen. Außerdem sind psychosoziale Praxiserfahrung und die Möglichkeit zur Umsetzung systemisch beraterischer Vorgehensweisen gefordert.

Zertifizierung
Die Zertifizierung des zweistufigen Weiterbildungsganges (Grundkurs + Aufbaukurs) durch die DGSF ist erfolgt. Absolventen können dann den Titel "Systemsicher Berater (DGSF)" erwerben.
Als akkreditierter Fortbildungsveranstalter der Ostdeutschen Psychotherapeutenkammer bestätigen wir entsprechende Fortbildungspunkte (1 UE = 1 Fortbildungspunkt). Gemäß den Fortbildungsregularien wird diese Bewertung von der Sächsischen Landesärztekammer für ärztliche Teilnehmer übernommen.

Termine: Der nächste Aufbaukurs startet im August 2018.
Alle Termine des aktuellen Weiterbildungsganges finden Sie hier.

Dauer und Umfang:
15 Monate,
4 Lehrseminare im Seminarhaus,
4 mal Fallsupervision und 2 Tage Live-Supervision – beides vorzugsweise in Einrichtungen der Teilnehmer oder Trainer,
4 mal Intervision in Verantwortung der Teilnehmer,
Anwendung systemischer Methoden in der Berufspraxis (50 Sitzungen) mit eigenverantwortlichem Nachweis.
8 Stunden Einzel-Selbsterfahrung.

Kosten: 15 Raten zu je 144 Euro inklusive Übernachtung im Seminarhaus (Kursgebühren 1995 Euro; Übernachtungskosten 165 Euro). Einführungsseminar 238,- Euro. Verpflegung sehr kostengünstig durch die Selbstversorgung der Gruppe (ca. 6 Euro/Tag). Zusätzlich ist das Honorar für den Selbsterfahrungstherapeuten einzuplanen (ca. 60 Euro/Stunde).

Ausbildungsabschnitte:
(Die Zeiten werden in Unterrichtseinheiten UE á 45 Min. angegeben)

Lehrseminare (134 UE)

Die Gruppe erlebt jeweils einen mehrtätigen intensiven Lern- und Erfahrungsprozess im Seminarhaus Bernbruch. Die Lehrinhalte werden praxisnah, anschaulich und handlungsorientiert vermittelt. Dazu steht ein reiches methodisches Spektrum zur Verfügung, wie methodische Demonstrationen, Simulationen durch Rollenspiel und Skulpturarbeit, Üben in Kleingruppen. Die Teilnehmer entwickeln ihre systemische Wahrnehmung und Arbeitshaltung. Persönliches Wachstum wird durch Selbsterfahrung angeregt.

Lösungs- und erlebnisorientiertes systemisches Arbeiten in der Beratungspraxis (4 Tage)
Konstituierung der Weiterbildungsgruppe; Übersicht über das Curriculum Grundlagen Systemisches Arbeiten und Aufbaukurs systemischer Berater; strukturelle Darstellung des Weiterbildungsprozesses. Skulpturarbeit: Theorie und Methodik der Arbeit mit Körperhaltungen, Nähe/Distanz, Satir-Kategorien, Hierarchien, Symbolik, Doppeln, Skulpturen bauen und nutzen (Perspektivwechsel, Lösungsimpulse herausarbeiten; Nutzung hypnotherapeutischer Elemente: Arbeit mit Problemtrancen/Lösungstrancen am Lebensfluss, Tranceinduktion und Ressourcengenerierung; Arbeit mit Entscheidungskonflikten: 3-Wege-Sitzung, 3-Körbe-Methode.

Systemisches Arbeiten mit Paaren und Familien (4 Tage)
Körperarbeit: Geschichte der Körperarbeit, Bioenergetische Grundübung, Aktivierung/Schärfung der körperlichen Selbstwahrnehmung, Beziehungsübungen (Aufeinander Zugehen, Anlehnen, Fallenlassen, Aggressionsarbeit), Trance zu angenehmen Körpererfahrungen; Paarberatung: entschleunigter Dialog, strukturelle Darstellung von Paarflüssen, Beziehungsverträge, direkte und indirekte Paararbeit, Trance zum Paarraum. Familienberatung: Settings nach Entwicklungsphasen und Themen, Koalitionen, Grenzen Hierarchien, zirkuläres Fragen, Trance zum Haus der Familie.

Innere und Äußere Systeme (4 Tage)
Das innere System: Systemisches Persönlichkeitsmodell, Externalisierung, Arbeit mit dem inneren System/Anteile; Das Familiensystem: Vielfalt von Familiensystemen, kontextabhängige Wahrnehmung der Familiensysteme (das Konstrukt des Beraters trifft auf das Konstrukt der Familie), Mehrgenerationenperspektive; Helfersysteme und Institutionen: Vielfalt der Begegnung mit Helfern und Institutionen am Fluss der Familie, Ich als Helfer in meinem professionellen System/meiner Institution - Abhängigkeiten und Freiräume, Helferkonferenz, Umgang mit Transparenz, offene und verdeckte Aufträge, Zwangskontexte, gelingende Kooperation.

Abschluss-Seminar (3 Tage)
Gestaltung von Abschlusssitzungen: Rückfallprophylaxe, Abschiedsrituale, Reflexion; Metaperspektive; Beratungsprozesse anhand von abgeschlossen Fällen und Abschlussberichten Revue passieren lassen , Erfolgskontrolle – Evaluationen (Referat aus der Gruppe). Reflexion des eigenen persönlichen und beruflichen Entwicklungsprozesses innerhalb der Weiterbildung. Selbstreflexion, Reflexion durch Gruppe und Trainer.

Fallsupervision (32 UE)

In zwei Untergruppen finden während der Weiterbildungszeit 4 Fallbesprechungen statt zum systemischen Reflektieren der praktischen Arbeit der Teilnehmer mit Klienten / Patienten / Familien / Systemen. Jeweils eine SupervisorIn führt die Supervision durch.

Systemische Praxis unter Live-Supervision (24 UE)

An zwei Tagen besteht die Möglichkeit der Live-Supervision. Die Sitzungen finden in den Arbeitsstellen der Teilnehmer statt, werden gemeinsam mit einem Trainer und der halben Ausbildungsgruppe als "reflecting team" vorbereitet, live begleitet und nachbereitet.

Systemische Praxis

Zwischen den Supervisionen führen die Teilnehmer die Systemischen Beratungen (mind. 50 Sitzungen) eigenverantwortlich fort und dokumentiert die Verläufe.

Einzel-Selbsterfahrung

8 Sitzungen systemische Einzel-Selbsterfahrung bei einem systemischen Therapeuten eigener Wahl (nicht identisch mit den Trainern der Gruppe).

Intervision / Kollegiale Supervision (32 UE)

Die Weiterbildungsgruppe organisiert sich in Kleingruppen und führt eigenständig kollegiale Supervisionen durch.

Hier finden Sie eine Übersicht zur möglichen Abfolge der Weiterbildungsgänge (pdf 60 KB)

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