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Weiterbildungsangebote Seminarhaus Bernbruch Beratungsstelle in Leipzig Institutsgeschichte

… die Schatztruhen öffnen … Vom Reichtum systemischen Arbeitens

FamThera Jubiläumstagung im Oktober 2016 in Leipzig


Anlässlich des 25-jährigen Bestehens des FamThera Institutes verbunden mit dem 20. Geburtstag der Beratungsstelle luden wir im Oktober 2016 zu den Jubiläums-Workshoptagen in Leipzig ein.
Wir erlebten inspirierende und intensive Tage. Unsere Besucher schätzten das abwechslungsreiche und anspruchsvolle Programm und feierten ausgiebig mit uns den Geburtstag eines "liebgewordenen Institutes". Wir danken allen Referent/innen und Teilnehmer/innen und freuen uns auf neue Begegnungen.


Hommage an das Lebensflussmodell

Ausgehend von der Jahrtausende alten Lebenswirklichkeit der Menschen stellt das Flussbild eine Basis gemeinsamen Sprechens und Denkens dar.
Die Natur stellt uns Ströme, Flüsse, Bäche mit ihrem fortwährenden Fließen zur Verfügung. Aus einer Quelle tritt ein kleines Rinnsal hervor. Aus verschiedenen Zuflüssen entwickelt sich ein wasserreicherer Bach. Aus noch mehr Zuflüssen entwickelt sich ein breiter Fluss, der  stetig fließt. Er fließt durch diese und jene Landschaft, bleibt einerseits der gleiche und verändert sich doch fortwährend.
Das Wasser des Flusses fließt mit unterschiedlichem Tempo, es schlängelt sich, es kommt zu Turbulenzen, es muss Mäander entwickeln, um Hindernisse zu bewältigen.
Mitunter ist der Strom wasserreicher, es hat geregnet oder der Fluss führt wenig Wasser, es war lange trocken. Die Landschaften sind saftig grün, karg, spektakulär oder eben langweilig. Das Wasser fließt und irgendwann mündet der Fluss, der Strom im Meer, im Ozean.
Philosophen haben das Wesen, die Entwicklung, das Fließen der Flüsse beobachtet und haben den Fluss als Metapher für Leben, Fließen, Bewegung definiert.
In der Flussmetapher ist ein Archetyp erfasst. Das Fließen des Wassers in Form von Flüssen haben Philosophen vergeistigt – die Flussmetapher ist eine allgemeine Vergeistigung des Fließmodells.
TherapeutInnen verschiedener Richtungen haben und insbesondere Peter Nemetschek hat die Metapher Fluss konkretisiert in Form des Lebensflussmodells.
Lebensflüsse fließen wie Flüsse durch die Landschaft. Es können viele Gleichnisse gesehen und genutzt werden.
Jetzt galt, gilt es, die Lebensflussmetapher konkret zu veranschaulichen – ein Seil kann sich symbolisch wie ein Fluss durch die Landschaft schlängeln und es lassen sich damit die Besonderheiten eines Lebens mit Ressourcen, Krisen, Höhen und Tiefen darstellen - zumindest in einem Moment. So liegt dann ein Seil (oder mehrere für Paare, Familien) auf dem Boden und das entstehende Gebilde stellt ein Symbol für das jeweilige Leben dar.
Die Menschen, die ihre Flusslandschaft gestalten, haben ihr eigenes Leben, ihren Lebenslauf im Kopf, vergegenständlichen diesen mit dem Seil und haben gleichzeitig Flüsse vor Augen und die Qualitäten von Flüssen, das Fließen von Flüssen, womit sich ein Kreislauf schließt….
(Karsten Vetterlein; Kathrin Löschner)




Programmheft zum Herunterladen (670 KB)
Ergänzung zum Programmheft: Änderung bei Workshop D3


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