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Weiterbildungsangebote Seminarhaus Bernbruch Beratungsstelle in Leipzig Institutsgeschichte

Weiterqualifizierung von Systemischen Beratern zum Therapeuten

Sozialpädagogen mit Beraterabschluss von einem anerkannten DGSF-Institut können sich bei uns zum/zur "Familientherapeut/in - systemische/r Therapeut/in (DGSF)" weiterqualifizieren durch den Einstieg in das 2. Ausbildungsjahr einer Therapeutengruppe - in Abhängigkeit davon, ob in der laufenden Gruppe Plätze frei sind.

Ausbildungsabschnitte:
(Die Zeiten werden in Unterrichtseinheiten UE á 45 Min. angegeben)

Lehrseminare (290 UE)

Die Gruppe erlebt jeweils einen mehrtätigen intensiven Lern- und Erfahrungsprozess im Seminarhaus Bernbruch. Die Lehrinhalte werden praxisnah, anschaulich und handlungsorientiert vermittelt. Dazu steht ein reiches methodisches Spektrum zur Verfügung, wie methodische Demonstrationen, Simulationen durch Rollenspiel und Skulpturarbeit, Üben in Kleingruppen. Die Teilnehmer entwickeln ihre systemische Wahrnehmung und Arbeitshaltung. Persönliches Wachstum wird durch Selbsterfahrung angeregt.

Seminar Körperorientiertes Arbeiten (5 Tage): Körperbezogenes Arbeiten in der Systemischen Therapie; nonverbale Wahrnehmung – körperorientierter Fokus; Wahrnehmung von Körperhaltung und –reaktion im therapeutischen Kontext – den Körperprozess studieren und nutzen. Therapeutische Prozesse: Problemhaltung – Lösungsimpulse - Lösungshaltung. Mittels körperorientierter Herangehensweise konstruktives Arbeiten an aktuellen „Spontanregressionen“/ Projektionen; Wahrnehmung und Arbeit an erschwerenden Konstellationen in Ursprungsfamilie – den Umweg in die Vergangenheit für die aktuelle Beziehungsgestaltung nutzen. Nutzung von Körperhaltungen und Übungen zur Förderung von Beziehungen (Halten, Berühren ; Atmen...); körperorientierte Aufträge; Indikationen und Kontraindikationen.

Paarseminar (3 Tage): Selbsterfahrungsseminar zum Thema Partnerschaft. Die Partner und Partnerinnen der Teilnehmerinnen und Teilnehmer sind dazu eingeladen.

Seminar Systemische Paartherapie (3 Tage): Paartherapie – Erstinterview; Phasen der Partnerschaft am „Paarlebensfluss“. Partnerschaftsorientierte Genogrammarbeit. Arbeit an aktueller Paarproblematik im Kontext der Paar- und Lebensgeschichte – Austausch über gegenseitige Erwartungen, über bewahrenswerte „Schätze“, über Veränderungspotential, über Lösungen von Konflikten, über notwendige Arrangements. Versöhnender Dialog (Schätze, Verletzung, Verzeihen, Versöhnung). Körperorientiertes Arbeiten; Sexualtherapie. Paartherapeutisches Arbeiten an Übertragungen aus der Ursprungsfamilie. Arbeit  mit widerstreitenden Anteilen der Partner. Arbeit an und mit dem Raum für Beziehung. Arbeit an „Paar- und Beziehungsverträgen“. Aufträge und Rituale entwickeln.

Seminar Familienrekonstruktion (6 Tage): Selbsterfahrungsseminar zur eigenen Familiengeschichte. Genogramm bis zur Urgroßeltern- Generation erstellen/ Information und Material sammeln/ gesellschaftlich-historische Einordnung. Herausarbeiten der Werte, Traditionen, Ressourcen, Lösungsstrategien, Überlebensstrategien, Rituale der Familie väterlicherseits/ mütterlicherseits. Konstruktiver Umgang mit Delegationen und Loyalitäten. Skulpturarbeit nutzen (strukturell und mit Rollenspielern). Nutzen für die Gegenwart für den einzelnen Teilnehmer. Anwendung von Familienrekonstruktion im therapeutischen Kontext.

Seminar Hypnosystemisches Arbeiten (4 Tage): Hypnotherapeutische Prozesse in der systemischen Therapie. Unbewusste Prozesse nutzen, Alltagstrance in Familien. Neurolinguistisches Vorgehen – Studium und Nutzen der Wahrnehmungskanäle und Repräsentationssysteme. Tranceinduktionen (Milton H. Erickson). Tranceintegration von Persönlichkeitsanteilen. Erarbeiten und Durchführen von Lösungstrancen. Konstruktion und Nutzen von Geschichten in der Therapie, metaphorisches Arbeiten. Nutzen von „Ankern“, Symbolen und Ritualen. Indikationen und Kontraindikationen.

Seminar Systemisches Arbeiten mit spezifischen Symptomen und Krisen (4 Tage): Systemische Herangehensweise an spezifische Symptome und Krisen. Menschen mit psychiatrischen Diagnosen, mit psychosomatischen Symptomen und Erkrankungen, mit körperlichen Erkrankungen und deren Familien. Systemische Erklärungsansätze zur Entstehung und Entwicklung von psychischen, somatischen, psychosomatischen Symptomen, Konflikten, Problemen, von Beziehungs-, Lösungs- und Verhaltensmustern. Umgang mit Symptomen -  Arbeit mit Externalisierungen sowohl im einzeltherapeutischen als auch im familientherapeutischen Setting. Möglichkeiten und Grenzen der Systemischen Therapie.

Seminar "Systeme" (4 Tage): Reflexion therapeutischer Positionen und Haltungen  in Systemen, in systemischen Prozessen. Planspiel, Systemanalyse, Systemlandschaften, Systembegegnungen. Stellung der Systemischen Therapie innerhalb der Psychotherapielandschaft (BRD, Europa, Welt). Systemisches Setting Klinik/ Beratungsstelle/ freie Praxis... Herausarbeiten des systemischen „Nenners“ und Herausarbeiten der spezifischen systemischen Arbeitsweise in dem jeweiligen Arbeitskontext der Teilnehmer. Therapeutische Begegnung – emotionale Rahmung therapeutischer Prozesse.

Abschluss-Seminar (3 Tage): Metaperspektive. Familientherapeutische Prozesse anhand von abgeschlossen Fällen und Abschlussberichten Revue passieren lassen. Erfolgskontrolle – Evaluationen. Reflexion des eigenen persönlichen und beruflichen Entwicklungsprozesses innerhalb der Weiterbildung. Selbstreflexion, Reflexion durch Gruppe und Trainer. Vorstellung von Supervisionsmodellen.

Fallsupervision (64 UE)

In zwei Untergruppen finden regelmäßig Fallbesprechungen statt zum systemischen Reflektieren der praktischen Arbeit der Teilnehmer mit Klienten / Patienten / Familien / Systemen. Jeweils eine SupervisorIn führt die Supervision durch.

Systemische Praxis unter Live-Supervision (64 UE)

Mindestens 2 Therapiesitzungen je Teilnehmer/in werden gemeinsam mit einem Trainer und der halben Ausbildungsgruppe als "reflecting team" vorbereitet, live begleitet und nachbereitet. Dabei lernt jeder Teilnehmer im Beobachter-Team etwa 20 Familien von Kolleg/innen in systemischen Settings kennen, studiert die Arbeit von Trainer/innen und Kolleg/innen. Der/die Teilnehmer/in kann seine/ihre spezifischen Stärken und ihren persönlichen Stil entwickeln.

Systemische Praxis

Zwischen den Supervisionen führen die Teilnehmer die Systemischen Therapien bzw. Beratungen eigenverantwortlich fort (mind. 150 Sitzungen) und dokumentiert die Verläufe.

Einzel-Selbsterfahrung

25 Sitzungen systemische Einzel-Selbsterfahrung bei einem systemischen Therapeuten eigener Wahl (nicht identisch mit den Trainern der Gruppe).

Intervision / Kollegiale Supervision (82 UE)

Die Weiterbildungsgruppe organisiert sich in Kleingruppen und führt eigenständig kollegiale Supervisionen durch.

Rahmendaten:

Abschluss: Die Abschlussarbeit besteht aus 5 dokumentierten abgeschlossenen therapeutischen Prozessen. Bei Erfüllung aller geforderten Ausbildungsinhalte erhält der Teilnehmer das Zertifikat des Institutes, sowie auf Antrag bei der DGSF den geschützten Titel "Familientherapeut/in - systemische/r Therapeut/in (DGSF)".

Dauer: 24 Monate berufsbegleitend

Bewerbung mit Berater-Zertifikat bis zum Jahresende. Nächster möglicher Einstieg im März nächsten Jahres - in Abhängigkeit davon, ob in der laufenden Gruppe Plätze frei sind.

Kosten: Lehrseminare, Supervisionen und Praxis-Tage 4721,- Euro, Übernachtungen im Seminarhaus insgesamt 375,- Euro, zusammen zahlbar in 26 Monatsraten zu 196,- Euro. Der Preis für die Einzelselbsterfahrung beträgt ca. 60,- Euro je Stunde. Durch die Selbstverpflegung der Gruppe im Seminarhaus ergibt sich ein sehr günstiger Tagessatz von ca. 6 Euro.

Gruppengröße: 14 bis 16 Teilnehmer.


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